Nein, er besteht natürlich nicht aus Fisch: Als Lachsschinken wird das leicht gepökelte und geräucherte Kotelettstück vom Schwein bezeichnet. Zart rosa und von sehr feiner Beschaffenheit finden wir ihn in jeder Aufschnitttheke und lieben ihn für seinen mild-salzigen Geschmack. Er stammt aus dem Muskel des Schweins, der direkt hinter dem Nacken beginnt. Hier ist das Fleisch besonders wohlschmeckend! Dieser sogenannte Schweinelachs ist der Hauptrückenmuskel des Tiers und verläuft seitlich am Rücken entlang bis hinunter zur Haxe. Im Vergleich zum gesamten Kotelett und zum Filet ist das Fleisch hier deutlich heller. Dem Lachsschinken sehr ähnlich ist der Nussschinken – auf ähnliche Weise hergestellt, stammt er allerdings aus der vor dem Schweineknie liegenden Nuss.

Hemmungslos genießen – die magere Gaumenfreude

Ganz viel Geschmack und ganz wenig Fett: Lachsschinken ist etwas für ernährungsbewusste Genießer. 100 Gramm haben nur 125 Kalorien! Außerdem hat er einen geringeren Salzgehalt als gekochtes oder gebratenes Fleisch, bei dem Salz durch das in ihm enthaltene Wasser in den Fasern erhalten bleibt. Während seiner Herstellung wird er gepökelt und geräuchert – so erhält er seinen milden Geschmack und die typische rosarote Färbung. Bei uns ist vor allem der Pariser Lachsschinken bekannt, der etwas dunkler ist und nach alter Tradition in einen Speckmantel gewickelt wird. Dieser verhindert, dass der Lachsschinken austrocknen kann. Im Kühlschrank aufbewahrt, ist der Lachsschinken etwa eine Woche lang haltbar.

Lachsschinken – besonders lecker in Begleitung

Lachsschinken schmeckt mit so vielen Brotsorten! Richtig deftig kommt er auf einem körnigen Schwarzbrot daher – etwas zurückhaltender präsentiert er sich zwischen zwei Brötchenhälften oder auf Weißbrot. Auch in Suppen, Nudelgerichten oder Salaten sorgt Lachsschinken für das gewisse Etwas. Honigmelone, Palmherzen oder Artischockenböden schmecken besonders gut, wenn man sie mit Lachsschinken umwickelt. Kurzum: Lachsschinken ist ein extrem vielseitiger Gaumenschmaus! Genießen wir ihn – wann immer wir Lust auf ihn haben…

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