Das Datum ist fix, die Gäste sind eingeladen, die Grillparty kann kommen! Nicht auszuschließen allerdings, dass sich dann unter den Gästen auch ein Vertreter der besserwisserischen Gesundheitspolizei befindet, der an allem, was auf den Tisch kommt, etwas auszusetzen hat: Der Salat steckt voller Pestizide, das Fleisch ist krebserregend und so weiter. Bevor im Nachgang aufgearbeitet wird, wer diesen Nörgler eigentlich überhaupt dabeihaben wollte, können Sie ihm aber gleich den Wind aus den Segeln nehmen – indem Sie unsere Tipps für gesundes Grillen beherzigen!

Kampf den PAKs!

Das Wichtigste zuerst: Beim Grillen können tatsächlich krebserregende Stoffe entstehen, die sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Die bilden sich dann, wenn Fleischsaft, Fett oder Marinade in die Glut tropft. Eher fette Fleischsorten wie Schweinenacken oder -bauch legen Sie daher in eine Alu-Grillschale. Wenn jetzt Fett austritt, wird es in der Schale aufgefangen. Mariniertes Fleisch sollten Sie abtupfen, bevor es auf den Grill kommt.

Bevor das Fleisch auf den Rost kommt, muss die Kohle gut durchglühen. Sonst können durch die Rauchentwicklung giftige Stoffe auf das Grillgut gelangen. Warten Sie also, bis Kohle oder Briketts weiß sind. Achten Sie bei der Kohle drauf, dass diese nach DIN EN 1860-2 oder DIN-plus zertifiziert ist. So schließen Sie aus, dass mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz im Grill landet. Lassen Sie mindestens eine Handbreit Abstand zwischen Glut und Grillrost.

Bier ins Glas – und nicht auf den Grill!

Lassen Sie das Grillgut nicht zu lange auf dem Grill liegen. Sollte doch einmal eine Stelle verkohlen – entfernen Sie diese. Und auch, wenn manche darauf schwören: Löschen Sie das Fleisch nicht mit Bier ab! Die geschmacklichen Vorzüge sind umstritten, die vermehrte Bildung von gesundheitsschädlichen Stoffen nicht. Außerdem kann das tropfende Bier Asche aufwirbeln, die sich auf dem Fleisch ablegt.

Viele Fleischsorten haben einen hohen Fettanteil – wie Nacken, Würstchen oder Koteletts. Legen Sie doch einmal mageres Fleisch wie Rinderfilet oder Hühnerbrust auf den Grill. Eine selbstgemachte Marinade verhindert, dass das Fleisch zu zäh wird. Überhaupt nichts auf dem Grill zu suchen hat gepökeltes Fleisch wie Kassler, Schinkenspeck oder Fleischwurst: Wird es auf mehr als 100 Grad erhitzt, entstehen krebserregende Nitrosamine.

Selbstgemachte Marinaden sind besser!

Natürlich kann man auch fertig mariniertes Fleisch kaufen. Aber: Die dort beigemengte Marinade enthält oft Geschmacksverstärker sowie Farb- und Konservierungsstoffe. Außerdem ist das abgepackte Fleisch nicht immer erste Wahl, was von der Marinade übertüncht wird. Eigene Marinaden mit frischen Kräutern haben noch einen anderen Vorteil: Eine Studie der Kansas State University ergab, dass solche Marinaden der Krebsgefahr beim Grillen entgegenwirken. Besonders geeignet sind Marinaden mit Rosmarin und Thymian beziehungsweise mit Oregano, Thymian und Knoblauch.

Und schließlich: Sorgen Sie für gesunde Abwechslung auf dem Grill – mit Fisch (Forelle, Lachs, Thunfisch), Meeresfrüchten, Gemüsespießen und Kartoffeln. Als Beilage servieren Sie knackige Blattsalate statt der Kalorienbomben Kartoffel- oder Nudelsalat

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