Mit Holzkohle zu grillen  ist nicht nur ein archaisch-gemütliches Ritual, sondern verleiht Grillfleisch und Würsten auch diesen besonderen Geschmack. Andererseits: Die Kohle zum Glühen zu bringen, hat schon so manchen Hobby-Griller Zeit und Nerven gekostet. Wie zündet man sie denn nun am besten an, die Holzkohle?

Erst einmal ist die Form entscheidend. Die klassische, stückige Holzkohle ist leicht entzündbar, verglüht aber auch schnell. Bei einem ausgedehnten Grillabend muss sie daher oftmals nachgelegt werden. Sie ist eher die richtige Wahl für schnelles Grillen und wenig Grillgut. Grillbriketts und Holzkohlekissen erzeugen lange Hitze, brauchen aber auch entsprechend länger, bis sie entflammen.

Erst einmal nur wenig Kohle aufstapeln

Grillkohle oder Briketts werden pyramidenförmig aufgestapelt. Weniger ist mehr: Nehmen Sie zunächst nur etwas Kohle. Am leichtesten funktioniert das Anzünden von Grillkohle mit einer flüssigen oder festen Anzündhilfe. Wenn Sie eine feste Anzündhilfe verwenden, muss diese in die Mitte, unter die Grillkohle, gelegt werden. Bei der flüssigen Form sollte die aufgeschichtete Kohle gleichmäßig und großzügig getränkt werden. Damit Sie sich beim Anzünden die Hände nicht verbrennen, verwenden Sie lieber extralange Streichhölzer. Nun kann – am besten mit einem Fächer – für kontinuierlich Luft gesorgt werden, bis die Grillkohle durchglüht. Mit einem Schürhaken die glühende Kohle auseinander schieben und die restliche Grillkohle darüber geben – wieder mit ständiger Luftzufuhr. Nach 30 bis 45 Minuten hat die Glut die optimale Grilltemperatur erreicht.

Mit dem Gasbrenner die Kohle auf Temperatur bringen

Schneller geht das Ganze folgendermaßen: Schichten Sie etwas Grillkohle auf und bringen Sie diese mit einem Gasbrenner oder einem Heißluftföhn aus dem Baumarkt auf Temperatur. Wenn‘s glüht, die restliche Kohle darüber schichten. Nach circa 15 Minuten können Würstchen und Fleisch auf den Grill. Für Grillaktionen in freier Natur ist der Gasbrenner, der nur eine Gaskartusche benötigt, natürlich praktikabler als ein Heißluftföhn, der nur mit Stromanschluss läuft. Bei beiden Methoden haben Sie nicht nur Zeit gespart, sondern benötigen auch keine chemischen Anzündhilfen.

Wichtig: Verwenden Sie zum Anzünden niemals Benzin, Petroleum oder Spiritus! Sie verströmen giftige Dämpfe und sorgen immer wieder für lebensgefährliche Unfälle.

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