Noch liegt der gute, alte Holzkohlegrill in der Gunst der Deutschen vorn. Aber das Grillen mit Gas ist mit großen Schritten in die erste Verfolgerrolle marschiert. Schwarz Cranz erklärt, welche Vorteile Gasgrillwagen bieten.

So funktioniert ein Gasgrill

Gasgrills werden mit Flüssiggas betrieben, meist Butan- oder Propangas. Die benötigten Gasflaschen können beispielsweise in Baumärkten, an Tankstellen oder in Campingzubehörgeschäften erworben werden. Oft werden Gasgrills als Grillwagen angeboten – bestehend aus dem Grill selbst, einem Warmhalterost, einem Unterschrank zur Unterbringung der Gasflasche sowie Arbeitsflächen, die sich seitlich ausklappen lassen.

Bei günstigeren Modellen werden Lavasteine oder keramische Briketts vom Gasbrenner erhitzt, und die geben dann die Hitze an das Grillgut weiter. Eine teurere Variante sind Geräte mit einem Rohrsystem unterhalb des Grillrosts. Die Rohre weisen kleine Öffnungen auf, durch die dann viele Flammen züngeln und das Fleisch garen. Eine dritte Variante von Gasgrills besitzt eine durchgehende Metallplatte, die vom Gasbrenner erhitzt wird. Auf diese Platte wird das Grillgut gelegt.

Vorteile des Gasgrills

Gasgrills bieten gegenüber herkömmlichen Holzkohle-Modellen eine Reihe von Vorteilen.

  • Kein lästiges Hantieren mit Kohle und Anzündern, außerdem ist die Rauchentwicklung minimal. Nach dem Grillvergnügen muss auch keine Asche entsorgt werden. Insgesamt sind sie also deutlich sauberer.
  • Schon nach wenigen Minuten erreichen Gasgrills ihre Betriebstemperatur; während man bei Holzkohlemodellen lange warten muss, bis die Kohle richtig durchgezogen ist.
  • Über ein eingebautes Thermometer kann die Grilltemperatur rasch abgelesen und im Bedarfsfall per Drehknopf unkompliziert reguliert werden. Auf diese Weise lässt sich Fleisch so schonend wie im Backofen zuzubereiten.
  • Wenn Fett in einen Gasgrill tropft, kann es keine Asche aufwirbeln, die dann auf dem Grillgut landet. So bilden sich deutlich weniger gesundheitsgefährdende Stoffe.

Nachteile des Gasgrills

Folgende Punkte werden vor allem von Holzkohle-Puristen immer wieder als Nachteile angeführt. Einige davon sind jedoch bei genauerem Hinsehen nicht unbedingt schwerwiegend:

  • In der Anschaffung sind Gasgrills teurer als Holzkohlemodelle: Günstige No-Name-Gasgrills sind ab 80 Euro in Baumärkten erhältlich, der Fachhandel startet bei circa 250 Euro. Für Top-Modelle werden auch schnell mal 500 Euro und mehr aufgerufen. Im Betrieb sind dann allerdings Gasgrills wieder günstiger als Holzkohlevarianten.
  • Gasgrills sind deutlich schwerer und meist auch größer als Holzkohlegrills. Gasgrillwagen lassen sich allerdings mit ihren Rollen relativ leicht im Garten oder auf der Terrasse hin- und herschieben.
  • Holzkohle-Fans bekritteln, dass beim Grillen mit Gas der typisch-rauchige Holzkohle-Geschmack verloren ginge. Aber auch hier gibt es Widerspruch: Bei Blind-Tests konnten die Teilnehmer keinen Unterschied zwischen Fleisch vom Gas- und vom Holzkohlegrill erkennen.

 

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