Verpackungen für Lebensmittel – so auch für Wurst- und Fleischwaren – können aus unterschiedlichsten Materialien bestehen, besonders häufig finden sich im Einzelhandel Kunststoff, Glas, Papier, Aluminium oder Weißblech. Sie haben eine Schutz-, Lager- und Transportfunktion und gewährleisten somit eine dauerhaft hohe Produktqualität sowie die Sicherheit, dass die Ware nicht durch äußerliche Einflüsse verunreinigt ist. Zudem müssen Lebensmittelverpackungen alle wichtigen Informationen über das jeweilige Produkt tragen. Diese müssen auf einem Klebeetikett an gut sichtbarer Stelle, in deutscher Sprache, leicht verständlich, deutlich lesbar und unverwischbar angebracht sein.

Leitfaden für alle Lebensmittelhersteller – die Lebensmittelinformationsverordnung

Sie müssen auf jedem Etikett stehen: die Nährwertangaben. Brennwert, Fettgehalt, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Salz, Zucker und Eiweiß müssen im Detail ausgewiesen werden und sich auf 100 g des jeweiligen Lebensmittels beziehen. Auch Nährwertangaben pro Portion sind erlaubt. Über die Verwendung von Allergenen muss ebenfalls künftig informiert werden – zu diesen zählen zum Beispiel Nüsse oder bestimmte Eiweiße. Vorgeschrieben ist eine Herkunftskennzeichnung für Schweine-, Schaf-, Ziegen-, Rind- und Geflügelfleisch.

 

Verschiedene Verpackungen für verschiedene Anforderungen

Wurstverpackungen sind in der Regel entweder begast oder vakuumiert. Schutzgasverpackungen sind dabei Folienverpackungen, die mit Kohlendioxid, Stickstoff und häufig auch Sauerstoff begast werden. Diese Art der Verpackung verlängert die Haltbarkeit der Produkte und bietet den Vorteil, dass darin verpackte Wurstscheiben nicht verklebt sind und auch einzeln entnommen werden können. Vakuumverpackungen hingegen sind Folienverpackungen, denen sämtlicher Sauerstoff entzogen wird, die also vakuumiert werden. Auch diese Maßnahme macht Produkte länger haltbar. Für Vakuumverpackungen werden Folien aus Polyamid oder Polyethylen beziehungsweise Verbundfolien eingesetzt. Für alle Verpackungen von Wurst- und Fleischwaren gelten sehr strenge Hygiene-Richtlinien. Richtwerte für die mikrobiologische Belastung von Lebensmittelverpackungen gewährleisten in Deutschland die gesundheitliche Unbedenklichkeit aller verpackten Produkte. Ein Hygienemanagement besteht in der Regel aus drei Komponenten: allgemeine Präventivmaßnahmen im Rahmen der Betriebshygiene, operative Präventivprogramme, wie zum Beispiel eine Luftfilterung oder gezielte Keimreduktionsmaßnahmen, sowie eine betriebsspezifische Hygieneüberwachung. Regelmäßige Schulungen von Mitarbeitern sichern den hohen Hygieneanspruch an unsere Lebensmittel weiter ab.

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