Nun soll er also her, der neue Grill! Allerdings ist das Angebot einigermaßen unüberschaubar. Elektro-, Gas- oder Holzkohlegrill? Und wenn er mit Holzkohle befeuert werden soll – ist ein Rund-, Kugel- oder Schwenkgrill die richtige Wahl? Was können die verschiedenen Modelle? Und für wen ist welcher Grill eigentlich am besten geeignet? Hier erfahren Sie mehr!

Zunächst einmal steht die Frage im Raum, welche Art von Grill zum Einsatz kommen soll: Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill. Der Klassiker ist der Holzkohlegrill. Er ist in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben erhältlich. Ein Holzkohlegrill ist ideal geeignet fürs Grillen im Garten beziehungsweise auf der Terrasse. Kleine Modelle lassen sich aber auch prima mit in den Park oder an den Strand nehmen. Grill-Puristen schwören auf den typisch-rauchigen Holzkohlegeschmack. Im Trend liegt aber auch der Gasgrill. Der heizt wesentlich schneller auf als die Holzkohlemodelle, außerdem ist er sauber und temperaturgenau. Als Nachteil bei Gasgrills wird immer wieder das Fehlen des Holzkohlearomas genannt. Wer sich daran stört, kann im Fachhandel spezielle Holzchips für Gasgrills kaufen, die dieses Aroma beisteuern. Zudem ist ein guter Gasgrill nicht gerade preiswert: Im Fachhandel geht es bei etwa 250 Euro los, Spitzenmodelle kosten 500 Euro aufwärts. Ein Elektrogrill eignet sich fürs schnelle Grillen zwischendurch und spielt seine Stärken besonders auf dem Balkon aus, da er ohne nennenswerte Rauchentwicklung auskommt. Dafür muss man auf das typische Grillaroma verzichten.

Am häufigsten über den Ladentisch gehen aber immer noch Holzkohlegrills. Im Folgenden wird daher auf deren verschiedene Formen eingegangen.

Rundgrill für Einsteiger und Profis

Der Rundgrill ist so etwas wie das Einstiegsmodell unter den Grills. Er ist schon ab zehn Euro erhältlich, hält in dieser Ausführung allerdings selten länger als einen Sommer. Qualitativ hochwertigere Modelle sind aus Edelstahl gefertigt. Insgesamt ist der Rundgrill allerdings eher für Gelegenheitsgriller geeignet.

Mehr als heiße Luft: Kaminzuggrills

Das Prinzip der Thermik nutzen Kaminzuggrills: Hier ist die Holzkohleschale ist mit einem Luftschacht im Standbein verbunden, der von unten Sauerstoff an die Glut heranführt. Und da heiße Luft bekanntermaßen nach oben steigt, wird dieser Luftstrom schnell immer stärker. Durch die Luftzufuhr glüht die Kohle schnell durch, Blasebalg und heftiges Pusten sind unnötig. Ergebnis: Schon nach zehn bis 15 Minuten können die ersten Fleischstücke aufgelegt werden.

Star der großen Grillgemeinschaft: der Kugelgrill

Die obere Hälfte des Kugelgrills ist der Deckel, in der unteren liegen Kohlen und Grillrost. Auch beim Kugelgrill lässt sich die Luftzufuhr regeln. Das Besondere: Bei geschlossenem Deckel ist „indirektes Grillen“ möglich – das Grillgut liegt hier nicht direkt über der Kohle, sondern die Hitze wird von allen Seiten abgegeben. Das Fleisch wird durch die umgebende Hitze besonders schonend gegart, Fett tropft in eine unten platzierte Schale. Ist diese zusätzlich mit Wasser oder Bier füllt, werden Steaks und Co. besonders zart.

Schwenkgrill für große Runden

Große Grillrunden werden mit Fleisch, Fisch und Gemüse vom Schwenkgrill satt. Sein Rost hängt an Ketten und hat einen Durchmesser von bis zu einem Meter – ausreichend Platz für jede Menge Würstchen, Koteletts und Steaks. Für Haus- und Gartenbesitzer kann sich die Anschaffung eines gemauerten Grillkamins lohnen. Allerdings haben die relativ preiswerten Schwenkgrills einen Nachteil: Das abtropfende Fett fließt ungehindert auf die Glut und verbrennt dort.

Grillen geht auch richtig edel

Auch wer Wert auf gute Optik legt, kann beim Kauf eines Grills aus dem Vollen schöpfen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von hochwertigen Grills in edlen Designs – meistens aus Edelstahl und in Handarbeit gefertigt. Ob Schwenker, Rundgrill oder ganze Grillstation: Der Fachhandel hält eine ganze Reihe dieser Schmuckstücke bereit – auch im Internet.

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