Knusprige Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln gebraten, frisch aus der Pfanne – lecker! Ein idealer Begleiter für viele Fleisch- und Wurstsorten.

Die Ursprünge der Knolle

Ursprünglich stammt die Kartoffel aus Südamerika. Die ältesten Spuren wilder Kartoffeln fand man auf der chilenischen Insel Chiloé, ihr Alter wird auf etwa 13.000 Jahre geschätzt. Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier die Kartoffel nach Europa – aber nicht als Nahrungsmittel. Vielmehr galt sie in Adelskreisen wegen ihrer schönen weiß-lila Blüten als botanische Preziose. Allerdings war die wilde, ungezüchtete Kartoffel aus Südamerika auch keine echte Delikatesse – dafür schmeckte sie zu bitter. Durch Züchtung konnte der Geschmack immer weiter verbessert werden. Und als Nahrungsmittel hat die Kartoffel schließlich große Vorzüge zu bieten, nicht zuletzt ihre Anspruchslosigkeit: So gibt sie sich mit schlechten Böden zufrieden und sie gedeiht auch in kühlen Regionen, wo andere Pflanzen schon längst aufgeben.
Nach Deutschland gelangte die Kartoffel im 17. Jahrhundert. Besonders Preußenkönig Friedrich der Große sorgte für ihre Verbreitung: Sein Preußen, besonders die Provinz Brandenburg, hatte vielfach nur schlechte Sandböden. Da sich die Bauern anfänglich gegen den Anbau der Knolle wehrten, erließ Friedrich 1756 sogar den „Kartoffelbefehl“: Jeder Bauer musste unter Androhung von Strafe Kartoffeln anbauen!
Heute ist die Kartoffel aus dem Speiseplan in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Sie gilt als Grundnahrungsmittel und wird in den verschiedensten Variationen zubereitet: gekocht, gebacken, gerieben, zerstampft, frittiert – und natürlich gebraten.

Das Geheimnis perfekter Bratkartoffeln

Bratkartoffeln werden je nach Vorliebe aus rohen oder gegarten Kartoffeln – etwa übrig gebliebenen Pellkartoffeln – zubereitet. Wahlweise können sie mit oder ohne Speck, Zwiebeln, Salz und Pfeffer gebraten werden. Wie auch immer die Zubereitung aussieht, es gelten folgende Grundregeln: Am besten eignen sich festkochende Kartoffelsorten. Die Kartoffeln sollten in möglichst gleich dicke Scheiben geschnitten werden, außerdem muss ausreichend Fett in der Pfanne vorhanden sein. Speck und Zwiebeln sollten erst später dazu gegeben werden und es dürfen nicht zu viele Kartoffelscheiben auf einmal in die Pfanne. Und: Damit die Kartoffeln schön knusprig werden, brauchen sie Ruhe und sollten daher möglichst wenig gewendet werden. Kräuter wie Majoran oder Thymian geben Bratkartoffeln eine besonders aromatische Note, ebenso wie Petersilie und Schnittlauch.
Bratkartoffeln sind als Beilage für Fleisch-, Wurst- und Fischgerichte ideal geeignet, machen aber auch als Hauptgericht mit einem Spiegelei obendrauf eine prima Figur!
Bild: Thinkstock, iStock, vertmedia